Salz und Essig als Moosvernichter

Wer das Internet nach „Hausmitteln“ gegen Moos durchstöbert, der stößt früher oder später auf Empfehlungen dafür Salz oder Essig zu benutzen, aber:

Salz und Essig sind als Unkrautvernichter auf Pflastersteinen verboten!

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfahlen

Diese beiden Hausmittel sind auch nicht wirklich geeignet, um Moos im Rasen zu bekämpfen, da man dabei alle umliegenden Pflanzen schädigt. Wer damit aber Steinflächen reinigen möchte, bei denen das Wasser nicht in die Kanalisation abfließt, der sei gewarnt, dass Essig Kalk angreift und somit langfristig für Steinwege und Ziersteine eine Gefahr darstellt.

Anwendung von Salz und Essig als Moosvernichter

Moosvernichter Salz

Um Salz oder Essigessenz zu verwenden, sollte eine 5 – 15%ige Lösung angerührt werden, Speiseessig kann unverdünnt verwendet werden.
Die Flüssigkeit wird dann mit einer Gießkanne mit Brause vorsichtig auf betroffene Stellen aufgetragen. Dabei muss vor Allem darauf geachtet werden, dass Nutzpflanzen dabei nicht getroffen werden. Bei Sonne ist das Aufbringen der Salz- oder Essiglösung am effektivsten, besonders wichtig ist aber, dass es während oder direkt nach dem aufbringen nicht regnet.

Nach maximal 48 Stunden können die abgestorbenen Pflanzenreste abgefegt oder ausgezupft werden.

Mögliche Konsequenzen

Das Gesetz sieht als mögliche Konsequenz für die Anwendung auf Pflastersteinen eine Geldbuße von bis zu 50.000€ vor. Dazu kommt eine mögliche Versalzung der Böden. Dies bedeutet, dass auf betreffenden Böden nichts mehr wächst. Auch Essig schädigt in zu großen Mengen die Wurzeln von umliegenden Pflanzen und lässt diese im schlimmsten Fall absterben. In beiden Fällen ist eine Abtragung des versuchten Bodens mit hohen Kosten verbunden.